Dessous – darf’s ein bisschen Fetisch sein?
23. Mrz 2009
Dessous so provokant und hart am Limit, hat die Modewelt selten gesehen. Die Designer lassen auf den Catwalks der Pariser Modewochen den Fetisch Look wieder aufleben.

© Anja Roesnick – Fotolia.com
Jean Paul Gaultier
Er war immer schon exzentrisch und provokativ, aber die Dessous von Jean Paul Gaultier gehen in dieser Saison hart an der Grenze zum Rotlichtbezirk spazieren. Top sind spitze BHs, die an die 1970er Jahre erinnern, ebenso wie die auf der Hüfte getragenen Mieder mit einem breiten Ledergürtel. Entschärft wird diese Kollektion durch einige eher neckische Accessoires, wie ein breiter Kragen oder eine Fliege. Dazu sollte nach Ansicht des Franzosen eine Art Gesichtschleier aus transparentem, schwarzen Tüll getragen werden.
Hussein Chalayan
Das der Londoner Designer Experimente liebt, ist bekannt. Bei seiner neuen Dessous Kollektion macht er da keine Ausnahme. Auch er mag offenbar den Fetisch. Hautenge Bustiers und Bodys aus glänzendem Lackleder waren auf dem Laufsteg zu sehen. Schulterfrei, in Rot oder Gelb, hochgeschlossen in Knallgrün oder Türkis. Das Extravagante an diesen Kreationen war, dass der Rücken komplett frei bleibt.
Yves Saint Laurent
Auch das Edelhaus aus Paris nähert sich mit seiner Dessous Kollektion dem Fetisch. Chefdesigner Stefano Pilati ließ seine Models in Corsagen und Bodys aus schwarzem, schwerem Leder über den Catwalk stolzieren. Vorne wird mit Reißverschluss geschlossen und eine enge Taille ist ein MUSS. Dazu passend gibt es kurze Trenchcoats aus Leder mit einem breiten Bindegürtel.
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