Der Badehosen Knigge
26. Aug 2009
Badehose ist nicht gleich Badehose und in manchen Freibädern gibt es sogar eine Art Kleiderordnung für Badehosen. Wer sich nicht daran hält, der fliegt kurzerhand raus.
Zu knapp
Der englische Freizeitpark Alton Towers oder besser das im Park liegende Schwimmbad hat ein generelles Verbot für Badehosen ausgesprochen die zu knapp im Schritt sind. Das heißt im Klartext: Das männliche Geschlechtsteil darf sich nicht deutlich abzeichnen, das ist zu sexy. Dicke Bäuche hingegen sind erlaubt. Die Parkleitung spricht dieses Verbot allerdings nicht aus äthetischen Gründen, sondern eher aus moralischen aus. Das Freibad sei Familien orientiert und mit zu knappen Badenhosen kann es schließlich zu peinlichen Situationen kommen.
Knappe Bikinis sind übrigens nicht verboten und da darf es ruhig mal ein Mikrokini sein, der im trockenen Zustand in ein Brillenetui passt.
Zu weit
Deutsche Freibäder plagen sich mit anderen Sorger herum. Hier ist die knappe Badehose nicht nur erlaubt, sie ist sogar erwünscht, denn in deutschen Freibädern hat man Probleme mit den so genannten Schlabbershorts. Die Gründe sind typisch deutsch und einfach nur lachhaft. Ein Schwimmbad in Nordrhein-Westfalen argumentiert allen Ernstes: Wenn der Träger einer knielangen Badeshorts das Wasser verlässt, dann nimmt er eine Menge Wasser (das von den Megashorts aufgesogen wird) mit an Land und das kostet richtig Geld, denn Wasser ist teuer.
Statistisch gesehen nimmt jeder Badegast in jedem deutschen Schwimmbad 30 Liter Wasser mit, wenn er aus dem Becken steigt, da könnte man lange Haare auch direkt verbieten, wenn man bedenkt wie viel Wasser sich darin versteckt…
Foto: © Michael Zöphel – Fotolia.com
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