Feinripp als Liebestöter
07. Jul 2009
Während Frauen in schöner Wäsche schwelgen und nach Möglichkeit immer etwas außergewöhnlich schönes kaufen, greifen Männer grundsätzlich zu Feinripp. Warum ist das eigentlich so?

Männer sind anders
Wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche deutsche Mann gerade einmal 19 Unterhosen in einem Jahr kauft, dann sollte man meinen, er legt Wert auf Qualität und nicht auf Quanität. Aber weit gefehlt. Die wenigen Unterhosen, die sich deutsche Männer am allerliebsten kaufen, sind immer noch aus kochfester Baumwolle, mit dezentem Feinrippmuster und Eingriff.
Gut, diese Unterwäsche mag eine fantastische Qualität haben, die selbst nach unzähligen Kochwaschprogrammen und Schleudergängen ihre einzigartige Form immer noch nicht verliert, aber punkten können die Herren der Schöpfung bei der Damenwelt damit nicht gerade.
Wer ist Schuld?
Männer neigen nicht dazu, etwas aus eigenem Antrieb zu tun, sie werden fremdbestimmt. Und die wichtigste Frau in ihrem Leben, ist Schuld am Unterhosendesaster: Die Mama.
In den ersten zwanzig bis vierzig Lebensjahren (je nach dem wie lange ein Mann noch bei Mama lebt) kauft die Mutter die Unterwäsche und die ist weiß, aus gekämmter Baumwolle, mit Feinripp und flotten Gummizug damit auch alles an seinem Platz bleibt. Diese Unterhosen bestimmen fortan das Leben eines Mannes. Kommt eine andere Frau in sein Leben, die ihm vielleicht zu etwas aufregenderem als weißem Feinripp verhelfen will, dann kommt der berühmte Satz der immer mit den gleichen Worten beginnt, nämlich:”Mama hat das aber immer anders gemacht”. Das ist doch irgentwie frustrierent.
Umdenken, Männer!
Es gibt noch viel mehr als gekämmte weiße Baumwolle, die so praktisch und so kochfest ist, liebe Männer. Habt einfach mal Mut und kauft euch was flottes, die Mama muss es ja nicht erfahren.
Foto: © Rolf Klebsattel – Fotolia.com